Edith klagt über starke Rückenschmerzen. Sie kommen in Intervallen, nur die linke Seite schmerzt. Das Internet prognostiziert Nierenkolik. 8 Uhr Abends, kurz bevor alles schliesst. Nein nicht Freitag der 13. sondern Dienstag. Also auf dem Campingplatz erkundigen für den nächsten Doktor oder Spital. Spital in Litochoro! Es wird auch gleich ein Taxi organisiert von den helfenden Griechischen Händen. Ich habe nur noch Zeit Schlumpf zu holen, schon ist alles bereit. Wie immer, Edith jammert ich will nicht. Aber nach dem Auge habe ich gelernt da muss man durchgreifen.
Die Ärztin eine Sizilianerin die schon seit 30 Jahren hier lebt. Das Unglück von Seveso hat sie bewogen Ärztin zu studieren. Und eben jetzt ist sie hier. Mit meinen Italienisch und viel Lachen wird Edith diagnostiziert und die Schmerzen als Blasen oder Harnwegentzündung erklärt. Eine Spritze und ein Rezept für Antibiotika. Das alles gratis. Um etwas nach 21 Uhr sind wir mit unserem sehr gut englisch Sprechenden Taxi unterwegs ins Zentrum zur Apotheke. Er klopft an die geschlossene Tür, die sich prompt öffnet. Und schon geht es zurück mit der Medi.
Das ist Griechische Hilfe und Freundlichkeit wie es halt hier eben gang und gäbe ist. Übrigens Edith ist wieder auf dem Weg zur Besserung.