Hier sind wir beide noch nie gewesen. Unsere Route nach Hause führt uns durch den Westbalkan. Neuland. Und das erste Land dieser Region Nordmazedonien. Der Grenzübertritt bringt uns in ein Land ausserhalb Europas. Und ja es war so ein richtiger Grenzübertritt. Sehr freundlich. Pass zeigen, Grüne Versicherungskarte, da kam ein bisschen Hektik auf, wo ist sie denn und schliesslich stopp vor dem Grenzbaum. Keiner da der den Camper absucht. Ob die Verstärkung holen? Nein er musste wohl bloss mal. Ein Griff über die Theke und schon öffnet sich der Baum. Have a good time Switzerland ruft er hinterher. Wir sind in Nordmazedonien. Schnell die Schilder lesen, alles fast gleich wie bei uns. Nur über die Landstrasse darf man mit 100 brausen. Sonst das Übliche 50, 80 eben die 100 und 120.
Gute Strassen finden wir in dem NATO-Land. Jawoll, Nordmazedonien gehört seit Ende März 2020 zur Nato. Nordmazedonien musste mehrmals den Namen wechseln bis die Griechen 2019 einverstanden waren das das Land da im Norden von der Griechischen Provinz Mazedonien auch ein bisschen Mazedonien sein darf.
Übrigens Makedonien war einst riesig. Nordmazedonien oder lassen wir es mal bei Mazedonien beherbergt ein altes Volk. Bereits Alexander der Grosse hatte in seinem Reich das Königreich Makedonien. Klar wechselte das Land immer mal die Herrscher, auch sehr fremde Herrscher. Nach dem ersten Weltkrieg wurde Mazedonien zwischen Serbien, Kroatien, Griechenland und Slowenien aufgeteilt. Ja und nach dem Untergang von Jugoslawien erklärten 1991 die Mazedonier ihre Unabhängigkeit. Und ab dann herrschte Zoff mit den Griechen über eben das Land Mazedonien.
Nun wir suchen schon nach wenigen Km unseren ersten CP auf. Der zeigt sich ganz hübsch, wir haben eine grosse Wiese die wir mit nur einem Camper in der anderen Ecke teilen müssen. 20 Euro kostete uns der Spass nachdem ich den Preis runtergehandelt habe. Der Besitzer zeigte sich als weiser Geschichtenerzähler und wir lernten, dass eigentlich der ganze Westbalkan das gleiche Slawische Volk ist und alle könnten sich sprachlich verstehen. Ab seit dem Zerfall von Jugoslawien wird die eigene Schrift und Sprache gefördert. Und ja es brodelt noch immer und die Serben helfen da tüchtig mit. Aber es sind da wohl auch noch andere (politische) Finger im spiel.

So das ist jetzt aber viel Info für einen Blog der ja nur etwas über unsere Reise aufzeigen will. Also fertig, nur noch Bilder.

