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Nach 2 Nächten weiter aber noch immer derselbe See

Wir fahren weiter, aber mit Unterbrüchen. Denn unterwegs gibt es noch etwas zu sehen. So die Bucht der Knochen und ein Kloster. Beides noch in Nordmazedonien zuhause.

Die Bucht der Knochen ist eigentlich ein Pfahlbaudorf am Ostrand des Ohridsee. Tatsächlich soll dort so ein Dorf gewesen sein irgend 1200 bis 700 vChr.


Der zweite Stopp galt dem Kloster Sveti Naum. Ende des 900 Jahrhunderts vom heiligen Naum gegründet. Und ist vor allem für die Bulgaren ein wichtiges Heiligtum. Ganz besonders angetan waren wir von den Pfauen und den Fresken in der Klosterkirche. Übrigens das Kloster wurde vor 1900 durch ein Feuer zerstört, nur die Kirche überlebte. Das Kloster wechselte auch mehrmals die Landeszugehörigkeit, Albanien, Serbien, Jugoslawien und jetzt eben Nordmazedonien.

Übrigens hier leben einige Pfaue. Und wir haben sie gesehen und sie haben sich von ihrer besten Seite gezeigt. Eigentlich darf man das unter Bild nicht schiessen. Aber es war doch so schön.

Vielleicht haben uns die Götter erwischen wollen, weil wir ein Föteli geschossen haben. Das Wetter kommt über den Ohridsee. Wir ergreifen die Flucht.


Am späteren Nachmittag verliessen wir dann Nordmazedonien und überquerten die Grenze nach Albanien. Die Nacht verbrachten wir auf unserem ersten Albanischen CP am Südufer des Ohridsees. Dort hat fast jeder in seinem Garten ein CP. 10 Euro inklusive Strom hat uns der Spass gekostet. Wo wir unser Klo entleert haben erzähle ich nicht, aber wir haben.

Ohridsee und nicht der vorgesehene CP


Wir fahren am CP Lakeside vorbei und müssen Wenden. Die Strassenarbeiter lachen, denn wie will man den so ein Ding hier in dieser schmalen Strasse wenden. Ganz einfach man nimmt auch die Wiese zur Hilfe. Dann wird uns in leidlichem Deutsch erklärt, dass der CP Sunrise viel mehr Platz hätte und viel schöner sei. Also fertig drehen und zurück zum Sunrise. Und wir werden in bestem Englisch freundlichst empfangen. Erst wenn wir gehen müssten wir Papiere bringen und ausfüllen. Soviel zum Vertrauen. Heute, 27.5.25 wird nichts mehr unternommen sondern CP, Regen, Berge und See genossen. Ach ja so nebenbei wird gewaschen und Schlümpfi ist furchtbar aufgeregt, weil eben, es regnet. Das ist aber kein Problem, kurzum wird der nebenstehende gedeckte Pingpong Platz mit Leinen verhängt, so dass keine Pingpong Bälle mehr fliegen können, dafür aber die Wäsche. Schlumpf ist wieder zufrieden.

Neuland


Hier sind wir beide noch nie gewesen. Unsere Route nach Hause führt uns durch den Westbalkan. Neuland. Und das erste Land dieser Region Nordmazedonien. Der Grenzübertritt bringt uns in ein Land ausserhalb Europas. Und ja es war so ein richtiger Grenzübertritt. Sehr freundlich. Pass zeigen, Grüne Versicherungskarte, da kam ein bisschen Hektik auf, wo ist sie denn und schliesslich stopp vor dem Grenzbaum. Keiner da der den Camper absucht. Ob die Verstärkung holen? Nein er musste wohl bloss mal. Ein Griff über die Theke und schon öffnet sich der Baum. Have a good time Switzerland ruft er hinterher. Wir sind in Nordmazedonien. Schnell die Schilder lesen, alles fast gleich wie bei uns. Nur über die Landstrasse darf man mit 100 brausen. Sonst das Übliche 50, 80 eben die 100 und 120.

Gute Strassen finden wir in dem NATO-Land. Jawoll, Nordmazedonien gehört seit Ende März 2020 zur Nato. Nordmazedonien musste mehrmals den Namen wechseln bis die Griechen 2019 einverstanden waren das das Land da im Norden von der Griechischen Provinz Mazedonien auch ein bisschen Mazedonien sein darf.

Übrigens Makedonien war einst riesig. Nordmazedonien oder lassen wir es mal bei Mazedonien beherbergt ein altes Volk. Bereits Alexander der Grosse hatte in seinem Reich das Königreich Makedonien. Klar wechselte das Land immer mal die Herrscher, auch sehr fremde Herrscher. Nach dem ersten Weltkrieg wurde Mazedonien zwischen Serbien, Kroatien, Griechenland und Slowenien aufgeteilt. Ja und nach dem Untergang von Jugoslawien erklärten 1991 die Mazedonier ihre Unabhängigkeit. Und ab dann herrschte Zoff mit den Griechen über eben das Land Mazedonien.

Nun wir suchen schon nach wenigen Km unseren ersten CP auf. Der zeigt sich ganz hübsch, wir haben eine grosse Wiese die wir mit nur einem Camper in der anderen Ecke teilen müssen. 20 Euro kostete uns der Spass nachdem ich den Preis runtergehandelt habe. Der Besitzer zeigte sich als weiser Geschichtenerzähler und wir lernten, dass eigentlich der ganze Westbalkan das gleiche Slawische Volk ist und alle könnten sich sprachlich verstehen. Ab seit dem Zerfall von Jugoslawien wird die eigene Schrift und Sprache gefördert. Und ja es brodelt noch immer und die Serben helfen da tüchtig mit. Aber es sind da wohl auch noch andere (politische) Finger im spiel.


So das ist jetzt aber viel Info für einen Blog der ja nur etwas über unsere Reise aufzeigen will. Also fertig, nur noch Bilder.