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Doch noch ein CP im Kosovo

Doch noch ein CP

Einiges ausserhalb von Prizren finden wir einen CP am Fluss. Es hat sogar 2 Camper. Und einiges an Konstruktionen die wohl als permanente Camper bezeichnet werden könnten. Wir lassen uns hier nieder. Der Besitzer begrüsst uns auf Französisch. Und wir werden gleich warm. Er hat in Lausanne gelebt und so sehr gut Französisch gelernt. Er kann es besser als ich. Und ein junger Franzose auf dem Rennvelos, von Grenoble will er bis nach Istanbul. Für Gesprächsstoff ist gesorgt. Am Abend und dann am Morgen. Aber zuerst läuft noch einiges. Wir haben ja gestern einen Reifenhändler gefunden. Aber bevor wir zum Reifenhändler gehen suchen wir noch einen Gasshop auf. Tatsächlich er hat einen Dish-Adapter um unsere Campingflasche zu füllen. So, ab heute können wir Gas an der Tankstelle beziehen. Mal sehen wie das funktioniert. Wir freuen uns auf die nächste leere Gasflasche.


Jetzt geht es zum Pneuhändler. Aber, keine Reifen. Der Fahrer hatte einen Unfall wird uns erzählt, vielleicht kommen die Reifen in einer Stunde. Also los zum Znacht, irgendwo in der Nähe. Ratschläge bekommen wir von unseren Pneufreunden mit auf den Weg. Kaum sitzen wir kommt schon die Nachricht per WA, Reifen sind da. Und so kommen wir zu Essen und zu neuen Reifen.

Komische Geräusche im Neuland Kosovo.

Von Kruja aus geht es zuerst nach dem Kosov. Wir werden wohl zurück nach Albanien fahren. Aber zuerst jetzt der Kosov. Prizen soll die erste Anlaufstelle sein. Wir sind gespannt. Und jetzt schon, es wird abenteuerlich.

Auf einmal hören wir komische Geräusche im Neuland von den Pneus. Und der Camper schwimmt, als wenn er einen Platten hätte. Anhalten kontrollieren. Alles OK? Kurz darauf peng, hinten Links, etwa 20km vor Prizen. Eigentlich sind die Strassen recht gut. Da es schon der zweite Pneu ist der hops geht sind es wohl schlechte Pneus. Etwas später finden wir heraus, dass auch der dritte bald hinüber ist. Er eiert schon.

Zum Glück haben wir einen Winterpneu als Reserve mitgenommen. Also Pneu wechsel auf der Autobahn. Die einen weichen aus auf die Überholspur. Einige schauen, ob es mich umhaut beim Pneu wechseln.

In Prizen finden wir mindestens 10 Gomas, also Geschäfte mit Pneus. Nur einer meint er könnte uns für Morgen 2 neue Pneus organisieren. Die anderen 2 die wir fragten, wollen kein Geschäft machen. Etwas über 100 € pro Pneu plus 20€ für die Arbeit.

Dann weiter mitten in die Stadt. Dort soll es ein Parkplatz für Camper haben. Hat es nicht. Wir finden einen anderen Parkplatz und füllen den fast. Ja auch die Strasse zum Parkplatz war nicht für uns gemacht. Also schlafen mitten in der Stadt für 15€, kein Füllen, kein Entleeren, kein Strom. Stolzer Preis. Ein Spaziergang mit anschliessendem Znacht runden den aufregenden Tag ab. Kurz vor dem Einschlafen wird unsere Seele vom Muezzin angerufen. Und um 4 Uhr Morgens gleich noch einmal. Jetzt sind all unsere Sünden vergeben. Muss so sein weil wir soviel Busse tun.

Der erste Eindruck trotz einem Abenteuer auf das wir verzichten hätten können, Kosovo ist toll und alle sind sehr hilfsbereit. Jeden kannst man fragen und gibt Antwort auf Deutsch oder Englisch. Auch Italienisch kann man parlieren. Sie lebten wohl alle mal ausserhalb ihrem Land. Überraschend, wie übrigens oft hier im Westbalkan die Preise. Einiges sehr teuer, anderes sehr günstig. Preise passen einfach nicht in dieses Land. Wie machen das die Leute hier? Das ist und bleibt ein Geheimnis.