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Tolle Fahrt, selber CP


Jetzt folgen wir den Ratschlägen von Berlinda. Wir Fahren in den Norden. Wir finden ein tolles Frauenkloster. Der Besuch gestaltet sich schon am Eingang interessant. Denn, Polizisten müssen das Kloster bewachen. Keine Ahnung warum. Wir plaudern mit den Wachen vor dem Besuch und nach dem Besuch. Der eine war oft im Hotel Moskwa in Belgrad. So hatten wir einen guten Anknüpfungspunkt für unser Gespräch. Der Besuch im Kloster war sehr beruhigend, auch kaum Touristen. Uns gefiel es gut.

Dann weiter ins Tal. Es gibt da noch einen Canyon und Peja Burimi, aber das klappte nicht. Aber der Canyon schon, so ein bisschen wenigstens. Edith zweifelte besonders, als wir den lieben Kosovaren ausweichen mussten. Die können zwar gas geben, gut überholen, aber nicht wirklich rechts fahren. Ganz lustig im Tunnel. Der eine Beifahrer musste aussteigen und seiner Braut erklären wie das geht mit dem Rückwärtsfahren. Denn, wir füllten den Tunnelausgang komplett mit unserem WoMo. Ich hätte zwar zurücksetzen können, aber hinter uns war schon eine hupende Kosovarische Autoschlange. Es dauerte wohl sicher 15 Minuten bis sich etwas bewegte. Und jede Minute brachte auf jeder Seite 2 hupende Kosovarische Autos mehr. Herrlich.

Übrigens der Canyon war dann doch nichts für uns zum schlafen. Also landeten wir wieder am Flüssen beim Französisch sprechenden CP. Übrigens heute am 6.5.2025 wird das Islamische Opferfest Eid al-Adha gefeiert. Alle Geschäfte zu und viele Lämmer verlieren ihr Leben. Und so ist unser CP auch ziemlich voll. Hat trotzdem noch viel Platz für uns. Essen in der Stadt dann, Gute Nacht.

Komische Geräusche im Neuland Kosovo.

Von Kruja aus geht es zuerst nach dem Kosov. Wir werden wohl zurück nach Albanien fahren. Aber zuerst jetzt der Kosov. Prizen soll die erste Anlaufstelle sein. Wir sind gespannt. Und jetzt schon, es wird abenteuerlich.

Auf einmal hören wir komische Geräusche im Neuland von den Pneus. Und der Camper schwimmt, als wenn er einen Platten hätte. Anhalten kontrollieren. Alles OK? Kurz darauf peng, hinten Links, etwa 20km vor Prizen. Eigentlich sind die Strassen recht gut. Da es schon der zweite Pneu ist der hops geht sind es wohl schlechte Pneus. Etwas später finden wir heraus, dass auch der dritte bald hinüber ist. Er eiert schon.

Zum Glück haben wir einen Winterpneu als Reserve mitgenommen. Also Pneu wechsel auf der Autobahn. Die einen weichen aus auf die Überholspur. Einige schauen, ob es mich umhaut beim Pneu wechseln.

In Prizen finden wir mindestens 10 Gomas, also Geschäfte mit Pneus. Nur einer meint er könnte uns für Morgen 2 neue Pneus organisieren. Die anderen 2 die wir fragten, wollen kein Geschäft machen. Etwas über 100 € pro Pneu plus 20€ für die Arbeit.

Dann weiter mitten in die Stadt. Dort soll es ein Parkplatz für Camper haben. Hat es nicht. Wir finden einen anderen Parkplatz und füllen den fast. Ja auch die Strasse zum Parkplatz war nicht für uns gemacht. Also schlafen mitten in der Stadt für 15€, kein Füllen, kein Entleeren, kein Strom. Stolzer Preis. Ein Spaziergang mit anschliessendem Znacht runden den aufregenden Tag ab. Kurz vor dem Einschlafen wird unsere Seele vom Muezzin angerufen. Und um 4 Uhr Morgens gleich noch einmal. Jetzt sind all unsere Sünden vergeben. Muss so sein weil wir soviel Busse tun.

Der erste Eindruck trotz einem Abenteuer auf das wir verzichten hätten können, Kosovo ist toll und alle sind sehr hilfsbereit. Jeden kannst man fragen und gibt Antwort auf Deutsch oder Englisch. Auch Italienisch kann man parlieren. Sie lebten wohl alle mal ausserhalb ihrem Land. Überraschend, wie übrigens oft hier im Westbalkan die Preise. Einiges sehr teuer, anderes sehr günstig. Preise passen einfach nicht in dieses Land. Wie machen das die Leute hier? Das ist und bleibt ein Geheimnis.