Archiv für den Monat: Juni 2024

Lezardrieux und Treguier

Nach Quiberon geht es quer von Süden nach Norden durch die Bretagne. Lezardrieux bzw. Treguier sind an der Nordküste. Das ist weiter nicht schlimm, denn in der Bretagne ist alles immer 100km weit weg. So mindestens habe ich das Schuggerli´s und Edith verkauft. Also 100 km fahren.

Schuggerli´s haben ein Hotel gebucht, das es zu finden gibt. Irgend wo ausserhalb Lezardrieux. Bei der Anfahrt besuchen wir gleich beide Orte. Da ich mich nicht mehr so genau erinnern konnte finden wir heraus, dass Treguier schöner ist. Aber da beide nahe beieinander liegen spielt das keine grosse Rolle. Das Hotel finden wir auch. Madam öffnet sogar ausser planmässig früher.

Wir suchen auch eine Bleibe mit dem Camper. Der erste Platz hat nichts, kein Wasser, kein Strom und nichts zum Ablassen. Zum Glück nicht, den er gefällt uns gar nicht. In der Nähe von Lezardrieux finden wir etwas aber auch da bei beiden von uns gehen die Mundwinkel nach unten. Also Trequier suchen und tatsächlich ein absolut toller Platz. Auch kein Wasser, kein Strom und so meinen wir nichts zum Ablassen.

Später finden wir raus, es hätte gehabt. Aber die Schönheit des Platzes und die Nähe der Altstadt von Trequier überzeugen uns. Hier schlafen wir 2 Nächte.

Immer am selben Ort, einmal Niedrigwasser, einmal Hochwasser

Taxi für Schuggerli´s ist schweineteuer. Teuerer als in der Schweiz. Also sind wir der Taxi. Das geht ganz gut und es gibt immer etwas zum Lachen im Bus. Muss an meiner Fahrweise liegen.

Wir machen eine Ausfahrt mit dem Boot die Trieux hoch. Abgesehen von der frischen Luft ist die Fahrt toll. Auch die Altstadt von Trequier erfüllt alle unsere Wünsche. Und auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz. Und hier lernen wir alles über die Tiede, trocken fallen und Häfen, die man bi Niedrigwasser nicht mehr verlassen kann.

Ist schon toll hier. Jetzt gerade nur ein Koeffizient von 60. Das entspricht hier ungefähr 5m Tidenhub. Aber es kann auch ein Koeffizient von 100 oder mehr sein. Dann beträgt der Tidenhub über 10m. Dann ist hier alles trocken und man kann zur Hafeneinfahrt spazieren.

Die 2 Tage sind schnell vorbei und wir suchen das letzte Ziel.

Fast eine Insel Presqu’ile

Wir haben unser Hausboot ungesunken zurückgebracht und fahren jetzt in den Süden der Bretagne. Quiberon, ein Fehrienparadies hier in der Bretagne. Man merkt es auch, es hat mehr Leute. Schuggerlies haben ein Hotel, bloss wie kommt man dahin. Wir besuchen jede noch so kleine Gasse in der Stadt Quiberon, finden aber keinen Weg zum Hotel. Schuggerlies müssen laufen.

Übrigens auch zum Abholen für das nächste Ziel müssen Schuggerlies zu Fährhafen laufen. Wir fahren dann fast am Hotel vorbei um Schuggeries am Fährhafen einzufangen. Tja wenn man sich nicht auskennt.

Schön ist es hier zu flanieren. Wir machen das ausgibig in diesem Städtchen zusammen mit den anderen Touris. Highlight hier, der Sonnenuntergang, den man findet mehrere Plätzchen mit ungetrübten Blick nach Westen über das offene Meer. Wir sind nicht die einzigen Fotographen.

Clip Sonnenuntergang: SU

Schuggerlis geniessen die Stadt, wir waschen. Hier, wie üblich in Frankreich, gibt es vor dem Shopping Center Waschmaschinen und Tumbler. Man kann zuschauen wie die Leute die Dreckwäsche waschen.

Während Dreckwäsche gewaschen wird, könnte man ein Fischladen besuchen.

Nicht mit dem Camper, mit dem Boot

Schuggerli´s und Heini´s ziehen um. Hotels und Camper werden in die Ecke gestellt. Wir fahren jetzt Hausboot für eine Woche. Von St. Martin sur Oust starten wir. Zuerst Richtung Westen nach Malestroit und weiter bis Josslin.

Samstag bis Mittwoch Morgen haben wir Zeit. Dann muss Edith zurück nach Rennes zum Nachuntersuch. Es reicht gerade für die gut 4 Tage bis nach Josselin und zurück.

Der Arztbesuch in Rennes ist einigermassen Positiv. Genaues kann die Ärztin nicht sagen, die Linse von Edith hat so starken grauen Star, dass sie nicht richtig ins Augeninnere schauen kann. Nächster Termin 19. Juni.

Schuggerlies sind in der nähe vom Spital ausgestiegen und haben Dreckwäsche gewaschen. Wir fangen sie wieder ein und wir gehen gemeinsam zurück zum Hausboot.

Am Kanal entlang der Treidelpfad. Heute nicht mehr für Pferde, mehr für Velos

Die kompetente Crew

Am nächsten Tag geht es Richtung Fluss Aff. Man spricht es sogar so aus auch auf Französisch. Wir werden gewarnt, dass der Kanal nicht sehr einfach sei, aber machbar. Was kommt erfreut unsere Sinne. Es ist wohl der schönste Kanal den wir je gefahren sind. Stimmt, nicht ganz einfach, aber einfach toll.

Wie das so geht mit uns 4 auf dem Kanal? Zwei Clips zeigen schonungslos das Bordleben inklusive Schleusen.

Flüsschen AFF Im Kanal Haubootleben

Olympisches Feuer oder besser, wir nicht dabei

Wie schon gesagt, wir wurden vom Mont Saint Michel vertrieben, weil das Olympische Feuer hier vorbei kommt. Und tatsächlich, vor den Toren von MsM ist einiges Los. Noch nicht so richtig für eine Show, aber einige Darsteller üben. Und wir können ahnen was hier alles geboten werden könnte.

Aber wir haben schon den «normalen» Menschenstrom unter Tags bewundert. Und es wurden uns 50´000 Besucher versprochen. Nein Danke. Wir ziehen weiter nach Rochefort en Terre. Nicht ganz planmässig, aber auch sehr schön.

Die Bilder zeigen, was wir so besucht haben, das Städtchen und das Schloss bei dem Städtchen.

Eines der Highlights in diesen Ferien.

Heute nehmen Zügerlis ein Taxi zum Camping Platz. Ab hier startet das Abenteuer. Immer gerade aus Richtung Norden bis zum grossen Parkplatz. Der Parkplatz ist sehr gross. Wir überlassen die zwei dem Schicksal, wir zwei suchen ein CP mit Waschmaschine. Wirklich los geht es erst morgen. Etwas später ein WhatsApp, hotel gefunden Checkin erst nach 16 Uhr. Also im Tourigewühl versinken. Wir haben ein CP so 15 Min weg vom Ziel, fast leer. Wir haben auch eine Waschmaschine gefunden.

Am nächsten Morgen fahren wir dann Richtung Mont Saint Michel. Gespannt wie das alles gehen wird. Und schon den Platz finden ist nicht einfach, obwohl wir genau wissen wo. Wir sind nicht die einzigen, die rumkurven und suchen. Aber wer sucht, der findet.

Natürlich stürmen wir gleich los, kaum eingerichtet auf dem CP. Man kann mit Bus (gratis) oder zu Fuss gehen. Wir wählen die Füsse. So kann man den Ausblick auf den Mont Saint Michel richtig geniessen. Der Wind pustet uns fast aus den Hosen. Aber, aufgeregt wie wir sind, stört uns das nicht. Gleich beim Tor werden wir von kundigen Führer übernommen. Schuggerli´s kennen schon jede Ecke. Wow das Gewühl. So viele Leute, wie beim Ausverkauf. Nur, hier hat es keinen Ausverkauf, alles kostet das Doppelte.

Bald schon ist es Zeit für unseren Balade. Die zwei Damen empfehlen sich mit diversen Ausreden. Auch Schuggerli hat sich schon eine Ausrede zurechtgelegt. Aber das lasse ich nicht gelten. Mitkommen auch du solltst leiden.

Wir tragen kurze Hosen, viele Pullover, Jacken und Strandschuhe. Schon der Einstieg ist schwierig und trennt den Spreu vom Weizen. Es ist so richtig gschliferig.

Bald gibt es einen Kurs wie man sich an den Haaren aus dem Quicksand ziehen muss. Es ist eine lustige Demo, aber ich glaube einigen klopft das Herz. Denn wer weiss….

Wir laufen weg von MsM ins tiefe Wasser. 16°? vielleicht? Bis an die …. reicht das Wasser.

Gut es wird alles wieder einmal gewaschen. Die Strömung ist recht stark. So lernt man, dass man bei Flut keine Chance hätte. Der Führer Patric erzählt viel in seinem Patua. Sehr schwierig zum verstehen. Aber interessant. Er lebt schon sein ganzes Leben hier in der Gegend. Auch die Aussicht auf den Mont ist spektakulär. Nach dem Marsch sind wir erledigt, essen und gehen alle 4 bald ins Bett.

Am nächsten Tag, der 30. Ziehen auch die Heini’s auf die, je nach Tiedenstand, Insel. Unter Tags verstecken wir uns. Aber am Abend und am Morgen früh gehört MsM uns fast alleine. Der Aufenthalt in einem teuren Hotel hat sich gelohnt.

Tagsüber wie Nachts, einfach ein Märchenschloss dieses Mont Saint Michel

Am 31. Mai kommt das Olympische Feuer nach Mont St. Michel. Es soll ein riesenspektakel geben. Schuggerli´s wären noch eine Nacht länger geblieben, aber werden rausgeschmissen. Wir waren sowieso nur für 1 Nacht gebucht. Bei der Abfahrt wird uns gesagt, wir könnten nicht weg von hier. Zum Glück waren das aber Fake News.