Archiv der Kategorie: Mit dem Camper unterwegs

Spartaka oder Spartaki?


Den richtigen Namen kennen wir nicht. Und obwohl sehr geschichtsträchtig und damals wichtig ist Spart.. heute nur noch ein trüber Schatten von damals. Interessant ist eigentlich nur das Olivenöl-Museum. Jetzt wissen wir wie man Olivenöl herstellt. Übrigens, auf einer Karte sehen wir, dass Oliven rund ums Mittelmeer in allen Ländern hergestellt wird. Und dass Peloponnes wohl der Landesteil mit den Meissten Olivenbäumen ist. Auf einem Foto sehen wir einen Olivenbaum der soll weit über 1500 Jahre alt sein. Oliven sollen schon 60´000 Jahre alt sein. 6´000 vChr sollen schon verschiedene Oliven in Griechenland kultiviert worden sein. Und etwa 1600 vChr. hat man sicher schon Olivenöl produziert.

Zweite grössere….

Das Dörfchen Mystras ist gerade mal 2.5km weg von unserem CP. Trotzdem, wir nehmen die Bikes. Dort schauen wir wie es weiter geht. Die Ausgrabungen oder besser Restaurationen haben zwei Eingänge. Wir entscheiden uns für den oberen. Der war dann zu. Also wieder den Berg hinunter zum unteren. Der war dann offen. Ab sofort sind wir Deutsche. Eintritt für nicht EU 20 € für EU-Mitglieder 10.- Also sind wir Deutsch Sprechend.

Viel zu erzählen gibt es nicht. Ausser, dass wir sicher 1´000 Treppenstufen gestiegen sind (und zurück) und dass wir je über 100 Bilder geschossen haben. Es gäbe viel zu erzählen, aber das lassen wir hier. Immer wieder werden die Byzantiner erwähnt, also haben die wohl hier Geschichte geschrieben. Auf jeden Fall ist die Ruinenstadt imposant. Steil führt sie den Berg hoch und woher die Steine für den Bau kommen keine Ahnung. Aber auf jeden Fall gabe es im 14. und 15. Jahrhundert zur Zeit der Byzantiner weder Kran und Lastwagen.


Die Byzantiner sind ja eigentlich die Fortsetzung des Römischen Reichs im Osten nach dem Untergang des westlichen Römischen Reichs. Nachdem 1453 Konstantinopel von den Osmanen erobert wurde, fiel auch Mystras im Jahr 1460 an das osmanische Reich, was das Ende der byzantinischen Herrschaft in der Region markierte. Die Stadt wurde teilweise zerstört und ihre Bedeutung als politisches und kulturelles Zentrum schwand.

Zurück im CP nach einem Nachtessen in Mystras. Katzenaugen begleiten uns beim Znacht. Im CP gilt es Fotos anzuschreiben, zu sortieren und für diesen Bericht hochzuladen. Bei abnehmender Temperatur gehen wir lieber ins Bett und wärmen uns. Morgen ist auch ein Tag. Sparta sagt dir sicher etwas.

Erste grössere Ausgrabung Messene

Kalamata wird für unsere Begriffe früh am Morgen um 10 Uhr verlassen. Wir fahren Richtung Messene. Das ist nicht so einfach, weil es gibt 2, ganz nahe beieinander. Aber wir finden das Arkadische Tor also auch das Richtige Messene.

Das Arkadische Tor gehört zu einer Mauer die etwa 9km lang war und das ale Messene umschloss. 4Tore hatte die Mauer. Das anze ist auf dem Berg Ithome erbaut.


Dann besuchen wir die antike Stätte von Messene. Soll die best erhaltene antike Stätte Griechenlands sein. Messene war eine Spartanische Stadt. 400 vChr. beendeten die Thebaner die Jahrhunderte andauernde Herrschaft der Spartaner. Aber was erzähl ich da, schau ein paar Bilder an und konsultiere das Internet.


Der geplante CP war noch nicht offen, also zum nächsten: Paleologio Mystras. Der ist wohl extra für uns geöffnet worden, denn nicht einmal das Gras war geschnitten. Aber wir sind hier, 10.4.25

Sonne aber immer noch frisch. 09-04-2025

Schon am frühen Morgen scheint die Sonne. Also aus den Federn, duschen und dann gleich waschen. Die eine Maschine bringen wir zum Laufen. Die andere weigert sich. Auch an der Rezeption keine Hilfe, sie mein, der Mann muss kommen. Nach einer Weile sagt er uns, dass die Maschine läuft. 2 Maschinen waschen = 1 Euro. Noch günstiger als Zuhause.

Jetzt schreibe ich, spiele an der Börse um vom Trumsyndrom zu profitieren und lese beim Bier. Edith rennt der Wäsche nach. Umhängen trocknen versorgen und dann gleich wieder von vorne.

Dann doch noch ein bisschen unterwegs, Shopping. Der Weg zu Fuss zum Lidl kann sich sehen lassen.

Oliven ist hier na Omen. Die Haine sind toll zum Anschauen. Wir kennen ja so knorrige Bäume weniger.

Eben, auf dem Weg zum Lidle in Kalamata treffen wir auf diese Bäume.

Ein fauler regnerischer Tag

Gleich mal schimpfen über das Wetter. Es ist für die Jahreszeit ungewöhnlich kalt. Zum Glück sind wir jetzt hier in Kalamata in der wärmsten Ecke vom Peloponnes. Tagsüber haben wir selten über 19°, nachts selten über 10°. Eben hier etwas wärmer. Aber heute 8.4.25 auch kalt. Und eben regnerisch. Übrigens es ist so kalt hier, da gefriert sogar das Eis. Nach diesen Zeilen geht es in die Stadt. Wir streiten noch Fahrrad, zu Fuss oder Bus. Wir haben ein hartes Leben. Immer diese Entscheide.

Es war dann doch zu Fuss, beide Wege. Und gleich vorneweg, Kalamatra muss Du nicht besuchen. Wir haben nur Sohle vergeudet. Dafür kann es bei Regen auch ein schönes Bild geben.

Weiter nach Süden aber zuerst nach Norden


Wir wollen uns zuerst den Kaïafa See anschauen. Dort soll es Carete Schildkröten geben, zu hauf. Also nochmals 25 km in den Norden. Die 25 km die gab’s, die Carete Schildkröten glänzten durch Abwesenheit. Da auch andere hier stoppten, ist es entweder eing Gag oder aber wahr, nur heute nicht. Aber wir sahen auch 2 Einheimische suchen.

Hier hätten sie sein sollen

Als Schildkröte würde es mir hier auch gefallen


Dann zurück in den Süden, vorbei an Agiannakis bis Kalamata. Der Süden vo Peloponnes soll das einzige warme Plätzchen sein. Überall sonst kalt. Vor allem in der Nacht. Tatsächlich hier sehen wir 25°C als wir auf dem Camping Fare anhalten. Wir bekommen ein Plätzchen und auch viele Nachbarn. Der restliche Tag wird mit Nichtstun verbracht. Am Abend radle ich noch schnell in die Stadt. Ich suche einen Anschluss, damit ich die Gasflaschen an einer Tankstelle füllen kann, hoffentlich. Nachts um 23 Uhr zeigt das Thermometer immer noch über 20°. Also vielleicht eine angenehme Nacht.

Lohnte sich der Besuch? Dafür wird die Nacht toll


Abschied von der Olympiade und auf an die Westküste von Peloponnes. Wir gedenken den Apollo Tempel bei Bassae zu besuchen. Der Liegt über 1100 m hoch etwas im Hinterland. Lohnt sich der Besuch? Die Fahrt hat es in sich. Nicht von Null auf 100 sondern auf über 1´000. Enge Strassen, vor allem durch die vielen Dörfer. Tatsächlich ab etwa 500m fängt es an. Ein kleines oder grösseres Dorf nach dem andern. Bis zu Dorf ist die Strasse recht gut und genug breit. Durchs Dorf heisst es Ohren einklappen. Nach tausenden von Kurven finden wir das Unesco Erbe, den Apollona Epikourios. Er ist eingepackt in ein riesiges Zelt. Denn er wird die nächsten 3 Jahre restauriert. Interessant ist, dass der Tempel so weit oben im Berg, im Nichts errichtet worden ist. Er gilt als einer best erhaltenen Tempel Griechenlands, erbaut 430-420 vChr. Unüblich ist die Ausrichtung, nicht Ost-West, sondern Nord-Süd. Liest man etwas über den Tempel ist es interessant. Ist man dort fragt man sich, hat sich der Besuch gelohnt?

Die Fahrt war schon auch etwas besonderes. Hinterland, steile schmale Strassen und viele Dörfchen. Und die geparkten Autos machten es interessant.

Der Tempel wäre wohl etwas besonderes wenn er im Freien stehen würde. Zur Zeit ist er in ein Zelt gepackt, was sich recht imposant zeigte. Aber frei wäre es wohl noch imposanter gewesen. Der Tempel hat eine Nord-Süd Ausrichtung was eher selten ist.


Eigentlich wollten wir vorher in Tholo auf einen CP. Wir fanden ihn auch. An der Strasse war ein Schild, Open. Tatsächlich war er zu. Wie wir später erfahren wegen Erbstreitigkeiten. Der eine Bruder will sofort Geld, also verkaufen. Der andere Bruder will Geschäft machen und den Campingplatz offen halten. Jetzt bekommen beide nichts.


Nur nach unserem Tempelbesuch fahren wir gleich weiter entlang der Westküste und übernachten direkt am Meer. Entsprechend der erste Sonnenuntergang. Hoffentlich nicht der letzte.

Hier wird das Olympische Feuer angezündet und in die Welt getragen.


So mindestens lesen wir es im Internet. Ein Parabolspiegel soll die Fackel alle 4 Jahre anzünden. Übrigens interessant wenn Du über die Fackel liest. Auch mit dem Austragen an die jeweilige Olympiade gab es Proteste und man musste die Fackel sogar Polizeilich bewachen. Wir sind gute Bürger, wir protestieren gegen alles.

Nicht schlecht unser CP. Keine Aussicht, aber nette Nachbarn aus D. Wir können sogar Schwyzerdütsch reden.


Olympia ist unsere erste Ausgrabungsstätte auf unserer Reise. Entsprechend ist das Interesse gross. Ich denke, das wird sich mit der Zeit ändern. Aber wir werden sehen. Jetzt lassen wir einfach Bilder sprechen von der archäologischen Stätte und dem Museum. Klar einiges wird natürlich erklärt, damit ein Leser auch weiss, was er sieht.

Philipeon, was immer das ist, aber es ist rund. Und das ist unüblich in Griechenland

Zeus Tempel. Das dürfte bei weitem nicht der einzige sein. Also mehr Zeus kommt noch.

Am Zeus Tempel gab es oben so eine Skulpturengruppe eben diese abgebildete. Sie erzählt die Geschichte des Kampfes der Laphiten und Kentauren.

Torbogen ins Olympische Stadion. Hier findet auch die Zeremonie des Anzündens der Olympischen Fackel statt

Bald Olympia


Noch zur Erinnerung und um zu zeigen, dass es auch hier Schnee gibt. Diakopto

Gestern waren wir ja per Zug in den Bergen. Heute mit dem Camper. Ja wir landen wieder in Kalavryta. Aber wir fahren nur vorbei und weiter, eben das Ziel Olympia. Also von unserem Hafen aus geht es in die Berge. Du weisst jetzt ja schon in welche Richtung. Unterwegs besuchen wir ein Kloster, Mega Spileo. Sozusagen in Stein gemeisselt, auf über 900m höhe liegt das im 4. Jahrhundert gebaute Kloster. Jetzt recht modern, das es 1943 von der Deutschen Wehrmacht zerstört worden ist, jedoch wieder aufgebaut. Auch der alte Bau wurde mehrmals durch Feuer zerstört.

So ein bisschen Typisch: Geschichte wie sie die orthodoxe Kirche erzählt. Das Kloster angegriffen und brennend.


Nun erzählen müssen wir nichts, schau dir die Bilder an.

Beeindrucken war das Museum mit seinen schönen Hand gezeichneten und geschriebenen Bücher. Leider keine Fotos erlaubt. Vielleicht ähnliches später auf unserer Reise.

Nach dem Kloster fuhren wir eben an Kalavryta vorbei immer weiter rauf und runter bis nach Olympia. Reine Fahrzeit 4 Stunden für etwas über 100 km. Der Küste entlang wäre es schneller gewesen aber 170 km.

Wenn man genau hinschaut sieht man nebst der Strasse auch die Schienen. Und wir haben einen CP gefunden, ganz nett, nahe von Olympia, dem Ort des Geschehens.