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Endlich Ferien


Die Eindrücke der letzten Tage, oder fast Wochen müssen verarbeitet werden. Wir ziehen uns auf dem CP Olympos Beach zurück. Wir bekommen einen hübschen Platz in der Anlage. Der Blick kann über Dächer das ganze Meer sehen.

Die Anlage selbst äusserst interessant. Also da hat es Plätze für Zelte und Camper. Relativ klein, ohne Ausblick, teils schattig. Dann unser Platz, grosszügig mit Kies und etwas Schatten. Dann hat es Bauten, welche wir als Restaurant oder Bar beurteilen. Aber so viele und nie Gäste? Des weiteren findet man Konstruktionen von Dauercamper. Einige ganz toll eingerichtet wohl von 20 Personen, andere fast am zerfallen. Und dann die fest verbaute Anlage direkt parallel zum Strand. Das untere Stockwerk fast am zerfallen. Die Räume unbrauchbar. Oberhalb adrett eingerichtet eben als Restaurant oder Bar ohne Gäste.

Griechenland erstaunt uns in dieser Hinsicht. Vieles toll, neues und altes restauriert. Aber auch vieles angefangen und wird wohl auch nie fertig; teils bewohnt, teils unbewohnt. Dann auch vieles was nicht mehr gebraucht wird, wird einfach dem Zerfall überlassen. Der Abbruch ist wohl zu teuer. Industriebauten nicht zurückgebaut. Einfach dem Schicksal oder dem nächsten Besitzer überlassen.

Und wenn schon reklamieren, oder konstatieren: Müll; überall, auch ganz sicher dort wo es keine Touristen gibt. Also ziemlich sicher ausschliesslich Griechen, die diesen willkürlichen Abfall und die wilden Deponien erzeugen. Und trotzdem wird seit 2025 rigoros gegen Touristen vorgegangen. Preise für Sehenswürdigkeiten eklatant erhöht. Wildcampieren mit drakonischen Strafen verhindert. Übrigens eine Begründung: Umweltschutz. Und natürlich Begrenzung des Tourismus und somit Schutz der archäologischen Stätten. Betreffend Einschränken von Wildcampierern erfahren wir später dass der Präsident der Campingplätzevereinigung das entsprechende Gesetz in der Regierung durchgedrückt hat, sogar gegen den Willen der Campingplätze. Da in Griechenland die CP’s erst ab Mitte Mai öffnen befürchten die CP’s dass Camper ausbleiben und so auch Geschäft verloren geht.

Festland zum Ersten


Wir campen wild. Müssen uns vom letzten CP für 32€ erholen. Schön war er aber auch absolut teuer für Griechenland. Die Fahrt vom CP zum Stehplatz im Hafen dauerte den besseren Teil eines Tages. Wieder einmal durchs Hinterland. Der Hafenplatz toll und das Nachtessen im Dörfchen Porto Germeno auch ganz passabel. Typisch Griechisch ein Dessert obendrauf, gratis.

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Beim Abendspaziergang treffen wir noch auf eine Frau aus Deutschland. Sie hat hier ein Haus und lebt
6-8 Monate im Jahr hier, Porto Germeno, in diesem kleinen kaum von Touristen besuchten Dörfchen. 70 – 80 Leute leben hier im Winter. Im Sommer kommen die Athener für ein paar Tage Urlaub. Sie erzählt uns viel über die herrenlose Tiere, Hunde und Katzen. Uns über die Menschen, die halt wirklich Griechen sind, Menschen vom Balkan. Und die denken schon ein bisschen unterschiedlich zu den Menschen aus Zentraleuropa, sprich Deutsche, Franzosen etc. Wir sehen das auch täglich an der Art wie Auto gefahren wird. Und wie die Leute sich auf den Strassen benehmen. Anständig, freundlich, aber ich bin hier und das ist jetzt einfach so.


Dann noch ein Anruf nach Athen zum gleichnamigen CP fast in der Stadt. Es hat Platz für uns, also Morgen fahren wir in die grosse Stadt. Und ja gross ist sie, mit 3 Mio Einwohner.