Morbihan ist Bretonisch und heisst kleines Meer. Mor = Meer
Auch Vannes war nicht unbedingt vorgesehen. Aber wir bereuen keinen Moment. Warum sind wir am Golf de Morbihan gelandet? Ganz einfach Auffahrt, da sollen alle Plätze besetzt sein, also gilt es einen zu finden der Platz hat. Und wir haben einen und buchen gleich 5 Nächte.
Von hier aus kann man einiges machen, Vannes besuchen, den Golf de Morbihan befahren oder Radeltouren rund um den Golf. Nun das Wetter macht uns zu schaffen. Nein es ist nicht unbedingt der Regen, es ist die penetrante Kälte. Kaum ist man im Windschatten in der Sonne ist es herrlich warm. Aber Windschatten gibt es kaum und die Sonne ohne Wolken macht sich auch rar.
Gleich nach der Ankunft am CP Rhuys radeln wir in besagter Kälte nach Vannes. Das Vorderrad führt uns zu einem tollen Platz in der Mitte von Vannes. Und es findet gerade ein Musikwettbewerb statt mit Bagpipes und Trommeln. Wir dachten so etwas gibt es nur in Schottland. Aber nein hier in der Bretagen auch. Es gibt nach dem ausgibigen hinhören noch ein Stadtbumel, mehr um einen Znacht vor 19 Uhr zu finden. Der Bummel ist schön, aber erfolglos. Wir werden im Camper essen.


Am nächsten Tag geht es für unsere Verhältnisse früh per Bike los. Schon kurz vor 13 Uhr sind wir in Vanne am Hafen. Dort wird eine Schiffsfahrt rund um den Golf de Morbihan gebucht. Wir stürmen gleich auf das Schiff, oberen Stock 2 Sitze im Innern, am Fenster. Wir hätten es gemühtlich nehmen können, den keiner ist so verrückt bei der momentanen Wärme und Windstille ins Schiffsinnere zu stürmen. Alte Seebären wissen aber wie es draussen ist. Und ehrlich, wir hatten ausser dem Kapitän die besten Plätze. Und ja, bald beneideten die andern unser tollen Sitzplätze mit Seesicht.
Ganz besonders ist die Geschichte der Tide im Golf. Es gibt nur einen Eingang, nicht besonder breit. Und alle 6 Stunden zwängen sich Millionen von Liter Seewasser duch diese Enge in die eine oder andere Richtung. In der Näche ist es fast wie eine Flussfahrt. Bei Flut, also einlaufendes Wasser gibt es Strom von über 10 kmh oder wie der Seemann sagt, 7kn. Irgend welche 10´000 m³ pro Sekunde fliessen durch die Meerenge, dem Eingang zum Golf du Morbhian. Ein paar Bilder zeigen wie sich das Wasser da bewegen kann.



Am Samstag war dann eine Radtour entlang dem Golf du Morbhian angesagt. Edith freute sich nicht immer über meine Routenwahl. Dabei war nicht mal ein einziger Bunnyhop notwendig. Ganz toll war dann die kleine Fährtour von 10 Minuten. Vorher gab es aber noch ein kleines Mittagessen. Für Edith Kuchen und Kaffee, für Patrick 6 Austern mit einem Muscatel Wein. Schlürf.


In der Karte kann man schön sehen: Hellblauer Strick = Bootsfahrt, Dunkelblau = Biketour




Am Sonntag Waschtag, man weiss ja was das heisst. Aber zu allem Elend, musste ich am Vorabend noch Cidre holen. Das wäre ja kein Problem, hätte ich nicht kurz vor dem Laden einen grossen rostigen Nagel eingefangen. Das ganze Desaster zeigte sich am Morgen. Flux wurder der Schlauch ausgebaut, Loch gefunden und geflickt. So weit so gut. Also montieren und aufpumpen. Nun hat mein Flick nicht funktioniert? Ausbauen kontrollieren. Nein, es hat nicht funktioniert. Neuer Flick, einbauen, aufpumpen. Wieder nicht funktioniert? Gibts doch nicht. Wieder …. und siehe da ich finde ein zweites Loch. Also, wie gehabt …. Aufpumpen und wieder nichts. Ja man glaubt es kaum, ein drittes Loch. Wegschmeissen, neuer Schlauch. Jetzt klappts.
So wurde es halt mit Waschen und Flicken nach 12 Uhr und Edith konnte mitkommen. Aber nur, wenn es keine einzige Wurzel hat unterwegs. Es hatte keine Wurzeln, nur Pfützen, also wieder Schimpfis. Wir verbrachten dann noch eine kurze Weile in Vannes bevor es zum Kochen zurück zum Camper ging. Der Grill musste dort dann ein Rumpsteak vom feinsten braten, was er auch bestens erledigte. Innen rosa aussen schön gemustert.


