Schlagwort-Archive: Nebel

Ile Ouessant oder das Ende der Welt

Jetzt sind wir wirklich im Westen angekommen. Wir fuhren während etwas über 1. Stunde auf die westlichste Insel der Bretagne.

Die Hinfahrt hatte es in sich. Die Fähre bis auf den letzten Platz besetzt. Wir setzten uns zu Franzosen obwohl die meckerten. Sie besetzten zu dritt einen Platz für sechs. Jetzt waren wir zu fünft. Aufs Deck schaffte ich es nicht, so viele waren dort.

Auf der Insel war es dann ziemlich frisch, wir waren froh genug warmes mitgenommen zu haben. Um 12 Uhr bekamen wir dann direkt neben der Post unser Frühstück. Eigentlich wie im WoMo, 1 Baguette mit Butter und Konfitüre sowie Orangensaft und Kaffee. Fehlte nur der Käse. Warum neben der Post? 1 Minute nach 12, Post offiziell zu doch sie öffneten mir. Ich versprach wieder zu kommen um Timbres zu kaufen. Es wurde dann knapp mit dem Postoffice, wir kamen erst knapp vor 16 Uhr wieder zurück.

Was macht man auf einer kleinen Insel? Man fährt im Kreis. Gesehen haben wir einiges, sogar das Ende der Welt. Wir waren relativ früh am Fährsteg. Diesmal wollten wir einen guten Platz. Aber wir haben nicht mit den anderen Passagieren gerechnet. Von der anfänglich dritten Position waren wir bald auf die 30 zurückgefallen. Nun die wussten noch nicht wie gut ich schubsen kann wenn ich will. Wir bekamen den zweitbesten Platz auf dem Achterdeck. Der beste Platz ging an Deutsche.

Ouessant das Ende der Welt war dank Seenebel ein mystischer Besuch. Eben, wir radelten bis ans Ende der Welt. Am Schluss zeigte der Tacho 22 km, obwohl wir wohl jeden Weg abradelten. Leider war der westlichste Leuchtturm gesperrt wegen Restaurationsarbeiten. Aber jede Höhe kann man nicht erklimmen.

Die Fähre kommt. So klein für so viele Leute. Dann, im Nebel taucht Lampaul auf.

Wenn man diese zwei Bilder sieht, versteht man, dass die Leute glaubten, dass man da auf der

anderen Seite einfach runterfällt. Damals, als man das noch glaubte, weil man wusste, dass die Erde flach ist und dass sich die Sterne um die Erde drehen, damals wusste man was am Ende der Welt geschieht. Eben, man fällt runder.

Nebel, Nebel, kurze Fahrt


Von Raggarön geht es kurz nach Süden aus der Bucht. Dann Kurz nach Osten bis ins Fahrwasser. Und schlussendlich einfach zwischen den Inseln immer gegen Norden bis eben Öregrund. Öregrund liegt auf dem Festland, nördlich von Stockholm.


Der Nebel lichtet sich erst, als wir im Hafen festmachen. Klar, jetzt braucht es ja keine Sicht mehr. Und wir können auf einen ausgedehnten Spaziergang entlang der Küste gehen. So richtig die Schären bewundern.

Öregrund ist ein grösseres schönes Städtchen. Wir gehen einkaufen. Ich möchte die Crew mit einem Dessert aus der Konditorei erfreuen. Aber zuerst muss ich mein Riesensofteis vertilgen. Beatrice kommt mir entgegen und eröffnet mir dass es dort in der Konditorei tolle Sachen gäbe, sie hätte gekauft ….. Also wird nichts mit der Überraschung.

Wir gehen Essen in der grossen Stadt. Nicht einfach. Restaurant reiht sich an Restaurant. Nur, wir verstehen das Menü erst, als wir Google Translate zur Hilfe nehmen. Für das Skipperpaar gibt es Lachs, für mich Ox.

Keine Eile mehr. In den Lofoten steht die Zeit sowieso still.

Noch sind wir nicht ganz im Norden, aber wir sind im Zeitplan. Also können wir es gemütlich nehmen. So verbringen wir fast den ganzen Tag (Tag? Hier herrscht ja immer Tag!) im Ort mit dem kürzesten Namen der Welt Å. Der Ort befindet sich fast ganz im Süden. Und ein schöner Parkplatz darf man gratis nutzen, für maximal 6 Std. Wir nutzen die 6 Stunden. Zuerst ein Spaziergang durch Å und dann zu einer Landspitze. Schlussendlich ein Marsch auf eine Anhöhe. Jedes Mal werden wir mit einem schönen Ausblick belohnt.

In Å genauso wie ausserhalb Å finden wir nicht nur typische Lofotenhäuser, auch viel Stockfisch. Meistens richt man ihn zuerst, dann sieht man ihn. Was die Einwohner wohl denken wenn da überall Touris rumlatschen? Und wir sehen doch einige WoMos in Å.

Lofoten Reine Wind 382

Die Landspitze lässt uns einen Blick auf das offene Meer geniessen. Allerdings können wir nicht sehr weit sehen. Ein Seewind lässt die Wasseroberfläche verdunsten und bildet eine mehr oder weniger dicke Nebelschicht. Zum Glück weit genug entfernt, so dass unser Sonnenschein von nichts getrübt wird. Immer wieder wird die Nebelwand höher, aber sie bleibt an Ort und Stelle. So nebenbei draussen ist es etwa 17° im Camper erreichen wir 31°. Sonne sei dank.

Wie es sich gehört muss einer der nahegelegenen Anhöhen für eine kleine Klettertour herhalten. Von den Grossen nehmen wir gebührend Abstand. Von da oben kann man dann Å und Umgebung bewundern. Ich möchte bleiben um vielleicht die Mitternachtssonne zu erwischen. Edith friert. Also zurück zum Camper, weiterfahren und eine Übernachtungsmöglichkeit suchen.

DCIM100GOPROGOPR3002.JPG

DCIM100GOPROGOPR2967.JPG

Vorher wird unser Vehikel ganz entleert, inklusive WC-Kassette und auch gleich wieder gefüllt, mit Trinkwasser natürlich. Hier auf den Lofoten gibt es öffentlich 4 solche Stationen ausserhalb der Campingplätze. Macht auch Sinn, hat man die Möglichkeit nutzt man sie am geeigneten Ort. Stellt man nichts zur Verfügung, such man sich halt einen Ort in der freien Natur. Aber leeren muss man einen Camper alle paar Tage.

Wir finden ein windiges Plätzchen. Es bläst unser WoMo fast um. Aber geschlafen wird gut, das Schaukeln ist ja fast wie in den Wellen.