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Kriegskunst und andere Künste

Heute führen uns unsere Velos in den Norden. Ist es darum so frisch? Auf jeden Fall sind wir für unsere Verhältnisse schon früh unterwegs. Das alleine hat schon Seltenheitswert. Und was wir jetzt sehen und lernen werden gerade noch einmal. Also der Rad de Brest ist auch heute noch sehr vom Militär vereinnahmt. Westlich vom CP ist alles Sperrgebiet und Frankreich hat hier das Zuhause seiner nuklearen U-Boote. Selbst neutrale Schweizer stehen hier unter Beobachtung. Tatsächlich, kaum halten wir unser Bikes an und schauen uns eine militärische Absperrung an kommt ein Militärjeep, stoppt und man fragt uns was wir hier suchen.

Im Vorherigen Bericht hat es eine Karte, die den Rad de Brest zeigt. Und schon immer mussten diese Gewässer verteidigt werden gegen die Anderen. Eben, dieser Macker Vauban hat da all die Verteidigungsanlagen gebaut. Und unsere Velos und wir haben nun einige aufgesucht. Die Einen sind noch recht lange in Gebrauch gewesen, auch nach dem II Weltkrieg. Und eben jetzt A-Bomben U-Boote. Nebst der Landschaft die wirklich toll ist haben wir einige der Verteidigungsanlagen besucht. Velo-Km hat es nicht viele gegeben. Aber all die Verteidigungsanlagen zu Fuss aufsuchen hat dann doch einige KM und Höhenmeter gegeben. Was uns hier verblüfft ist die Natur. Wenn man sich vorstellt wie die Schweiz aussehen würde, wenn man wie hier nichts macht, einfach wachsen lassen.

Die Fahrradtour war nicht überwältigend, etwa 40 km. Aber die Tagesleistung erbrachten wir zu Fuss. Das läpperte sich nebst Höhenmeter auch in Km zusammen, sicher über 10. Denn einige Wege waren für das Bike nicht so geeignet, vor allem Schlumpf ziert sich wenn sie Steine oder Wurzeln sieht. Obwohl, ich suche manchmal Wege aus die ich halt nicht kenne. Und so wird das Hirn manchmal durchgeschüttelt.

Hier sind ja die Hinkelsteine von Obelix entstanden. Wir besuchen eine ObelixHinkelsteinFabrik

Natürlich darf auch ein Sonnenuntergang nicht fehlen. In unserem Blog gibt es ja kaum welche

Strände gibt es hier wie Sand am Meer. Aber überall ist das Wasser gleich kalt, 12°

Wenn man so etwas sehen will muss man zu Fuss gegen. Gut so, denn hier hat es keine Leute mehr.

Bei dem Bild ist der Parkplatz gleich nebenan, als hat es viele Leute

Hier muss man schon weiter zu Fuss laufen, oder wie in unserem Fall mit dem Bike über Wurzeln, Steine und Löcher fahren.

Für uns gemacht, Velobunker

Der Beweis, dass wir da waren.

Zum Abschluss noch einmal eine Bunkeranlage, ja genau so viele wie Sand am Meer

Und auch zum Schluss noch einmal üppige Natur.

Nur ein kleiner Hüpfer nach Alta, unser nächstes Ziel

Also frisch losgefahren, nach dem fast alle Wäsche getrocknet war. Die noch nasse tanzt lustig im WoMo hin und her. Schade dass das niemand sehen kann.

Erste Fähre, die Wartezeit recht lange. Sie will und will nicht kommen von der anderen Seite. Die zweite wartet schon auf uns. Unterwegs werden wir aufgeklärt, dass eine Brücke kurz nach Badderen zerbrochen ist. Und kein Weg führt daran vorbei. Wir werden einen zusätzlichen Weg von 200km machen müssen via Finnland. Gut so kommen wir schon früher dahin und lernen, dass dort das Benzin noch teuer ist als in Norwegen. Norwegen etwa gleich ist wie in der CH, gut 2.20 CHF.

Hier bleiben wir dann 2 Tage. Nicht das Alta so besonders schön ist, aber es hat ein spezielles Museum. Und Einkaufen muss auch wieder einmal sein. Darum 2 Tage. Den Bericht über das Einkaufen halte ich kurz: wir haben eingekauft.

Aber das Museum mit Felsritzungen ist wirklich ein Besuch wert. Ein schön angelegter Park, sehr weitläufig liegt am Altafjord. Das Hauptaugenmerk liegt schon an den Felszeichnungen. Aber die Lage und die Natur innerhalb des Museums sind auch nicht zu verachten. Und den ganzen Rundgang abzulaufen braucht mindestens 2 Std, sind es doch über 4 km.

Einige Felsritzungen, es sind eigentlich keine Zeichnungen, sind mit roter Farbe hervorgehoben. Da dies den Fels beeinträchtigt hat man die meisten Ritzungen belassen. Wir haben ohne rote Farbe höchsten die Hälfte ausmachen können. Obwohl wir eine gute Brochure mit Erklärungen bekommen haben.

Und eben die Natur. Übrigens das Ren haben wir mitten in Alta aufgenommen.

Nicht vergessen: klick auf das Bild vergrössert es.