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Sable d´Olonne und dann doch nicht.

Unser nächstes Ziel nach der tollen Ile de Ré war Sable d´Olonne. Schon immer einer der Träume, die Sanddünen von eben Sable d´Olonne. Zum Glück ist die Anmeldun am gleichnamige Campingplatz noch nicht besetzt. Wir schauen kurz rein. Kurz? Wir sehen keine Sanddünen, wir sehen nur Häusschen, Hunderte? Tausende? Dazwischen immer wieder mal ein Platz für ein WoMo. Nein danke wir flüchten. Etwas südlicher gibt es einen anderen CP also suchen wir den auf. Dort ist es einiges besser. Nur Edith fehlt der Weitblick, denn wir sind eingesperrt in einem Viereck. Vielen Camper würde das gefallen, denn kein Mensch kann zuschauen wie man gerade in der Nase bohrt. Wir mögen es beide offener. Die Dünen sind auch ein reinfall. Da haben wir schon schöneres gesehen. Aber OK jetzt muss ich nicht mehr von Sable d´Olonne träumen und es wurde auch kein Alptraum.

2 Spaziergänge an die Küste rundeten die zwei Tag hier ab. Das Wetter hätte besser sein können. Das Abendrot hielt was es normalerweise verspricht, leider. Aber wir hatten dann doch Glück, am Vorabend wurde alles trocken ins Trockene gebracht und die Store eingewickelt. Regen die ganze Nacht. Und am Morgen, genau zur Zeit vom Aufräumen hörte der Regen auf. Also alles im trockenen.

Es gibt Tage zum Vergessen


Gestern sind wir von Puy du Fou her hier auf der Insel Ile de Ré angekommen, bei eitlem Sonnenschein. Heute Mittwoch 6. Mai ist ein Tag zum Vergessen. Der Himmel zeigt alle möglichen Farben zwischen fast schwarz, dunkelgrau, oder dunkelgrau in Varianten. Aber eben grau. Geweckt werden wir von Regentropfen. Ich habe versprochen, dass um 12 Uhr die Sonne scheint. Nun, ganz falsch lag ich nicht, mindestens regnete es nicht mehr. Und sie zeigte sich so zwischen den Grautönen um 16 Uhr. Typisch Frankreich immer Verspätung.

Edith bringt unser WoMo auf Vordermann. Ich suche das Internet ab und versuche mich als Bitcoin Trader. Bis jetzt noch nicht in der Verlustzone, aber auch nicht so, dass ich etwas gewinne. Und klar S-Hit bekommt etwas von unserem Leben mit.

Gestern Abend, die CP-Türe schon geschlossen treffen wir Hamburger. Die lassen wir dann mit unserem Code in unseren CP, jetzt ist das Paar mit einem paar Dalmatiner unsere Nachbarn und wir snaken hamburgisch.

Übrigens auf der Karte der Ile de Ré sieht man einen dicken schwarzen Punkt, da wohnen wir für 4 Tage. Und ab Morgen soll die Sonne scheinen und wir können biken, rund um die Insel auf all den Radwegen.

Eine verrückte Zeit: Flucht vor dem Wetter, dann Puy de Fou, also wirklich eine verrückte Zeit

La Rochelle verlassen wir fluchtartig. Schon beim WoMo entleeren werde ich nass. Nicht von unten, von oben. Und so beginnt eine Flucht fast ohne Ende. Genaustest Studium der Wettersituation zeigt wie aussichtslos das Ganze ist. Ja fast ganz Frankreich ist in Gefahr wegen ein paar tröpfli Regen. Wir flüchten in panischer Angst, aber wir wissen nicht wohin.

Schlussendlich landen wir in Puy du Fou. Bei der Ankunft ist das Wetter vielversprechend. Beim Besuch der Spektakel ist es dann wieder durchzogen, aber nicht so gefährlich wie angesagt. Aber, es ist so kalt, dass wir den Besuch kurz unterbrechen und uns im WoMo aufwärmen und wärmer anziehen. Allerdings das Anziehen wäre dann nicht unbedingt notwendig gewesen, denn es wurde wärmer.

Aber jetzt zu den Spektakel. Wenn es dich interessiert, was es alles so gibt, dann lies man im Internet nach unter Puy du Fou. Wir zeigen hier einfach ein paar Föteli und versprechen dir, wenn du hierherkommst, dann noch bei guten Wetter wirst du wirklich deine Freude haben.

Die Vögel das hat uns wohl am meisten verblüfft

Oder aber die Sage Arthurs, da kommt doch einfach der ganze Boden hoch und der sagenumwogene Tisch der Ritter befindet sich darunter

Eigentlich muss man das hören und nicht sehen

Hier muss man hören und sehen und ist erst noch geschützt vor dem Regen. Nur die Schauspieler wurden nass.

Eine nicht vorgesehene Überraschung oder wo es einst Anfing.

Also eigentlich wollten wir woanders hin. Aber dann wurde schlechtes Wetter vorhergesagt. Also Wetternavigation. So soll es Puy du Fou werden. Aber dann geht das auch nicht, morgen ist ja 1. Mai. Also noch weiter in den Süden bis – La Rochelle.

Von dort sind wir zu fünft losgefahren mit Allure im 2008 Richtung Palma de Mallorca. Also wir zwei freuen uns wieder mal einen Anfang zu besuchen.

Wir finden Platz im nahen CP, nur 15 Gehminuten vom Zentrum von La Rochelle. Kaum richtig eingerichtet geht es los. Edith will sofort essen, ich will sofort den Hafen begutachten. Wir finden ein Ort zum essen. Und wir sind die einzigen, die kurz nach 18 Uhr schon essen. Der Hafen muss warten. Wenn nur alle ihre Boote richtig festmachen ohne meine Expertise.

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Hätten wir damals zurück geschaut, hätte sich uns dieses Bild gezeigt. Aber wir waren natürlich nur nach Vorne fokussiert, die Weltkugel wartete auf uns. Ich erinnere mich, wir segelten mit auslaufendem Wasser und die Zeit war knapp, denn damals war noch keine Fahrrinne und man konnte locker trocken fallen. Geht doch nicht, am ersten Tag einer Weltumrundung trocken fallen.

Nach dem Essen finden wir das Hotel Rupul in welchem wir damals übernachtet haben. Wir bestaunen den alten Hafen mit seinen 2 imposanten Eingangstürmen. Die Fähre bringt uns rüber, wie damals vor 18 Jahren. Nur jetzt kostet sie das Dreifache, dauert aber immer noch gleich lang, aber Elektrisch.

Mit vollem Bauch geht es in der warmen Sonne zurück zum CP.

Den 1. Mai streichen wir erst einmal aus dem Kalender, mindestens den Morgen. Waschtag. Am späten Nachmittag geniessen wir dann noch einmal den Hafen von La Rochelle beim Sundowner. Heute sollte es wohl der letzte Sonnentag sein für eine Weile. Dank Wetternavigation haben wir uns noch einen schönen Tag geschenkt. Aber ab Morgen soll die ganze Westküste im Regen versinken. Wir werden uns wieder etwas nach Norden begeben, da soll es Regen mit wenig Regen geben. Wir werden sehen.

In Wolken verhangen, oder wo die Götter sich verstecken.

Nach dem in der Luft schweben ging es für eine grössere Strecke zu den Wolken hinter denen sich die 12 Griechischen Götter (Zeus, Hera, Poseidon, Demeter, Athene, Apollon, Artemis, Ares, Aphrodite, Hephaistos, Hermes und Hestia) verstecken. Der Olymp. Das ist eine Bergkette in einem Nationalpark.

Die Nacht verbringen wir in Litochoro auf einem Parkplatz direkt gegenüber der Informationsstelle für den Olymp. Am nächsten Morgen fahren wir dann früh, vor dem Frühstück mit dem Camper hoch bis nach Prionia auf 1100m. Für uns eine Überraschung, den wir dachten man könne das höchstens mit dem Bike schaffen. Nun ja wir kamen ans Ziel, aber wir schluckten mehrmals leer. Einfach zufahren, die Strasse wird schon halten. Und ja, einmal musste ich aussteigen um einen Stein von der Strasse zu räumen.

Übrigens, das Bild schein unscharf weil das Kameragehäuse am Rückspiegel befestigt ist und es halt regnet. Unser WoMo war genau gemacht für die Strasse, linker Aussenspiegel an der Felswand, rechter Aussenspielgel über dem Abgrund :-)))


Von Prionis aus ging es dann zu Fuss einen recht holprigen Weg hoch bis zu den Göttern. Da die sich aber im mehr Nebel versteckten und, so wie uns gesagt wurde, auch hinter einer grösseren Schneedecke, entschieden wir uns dann umzukehren. Genau richtig, kaum waren wir wieder in Pronis in der Beiz fing es an zu regnen.


Der Besuch im nahen Kloster war dann von Regentropfen begleitet. Interessant war zu sehen wie stückchenweise die Klosteranlage restauriert wurde. Bis das Werk vollendet ist, dürfte man wohl am Anfang wieder anfangen. Das Gebäude von Aussen versprach nicht viel. Wir dachten an Ruinen. Aber vom Inneren wurden wir überrascht.

Viel schlechte Luft, viel Verkehr, Europäische Hauptstadt

Die erste Nacht nach einer speziellen Autofahrt verbringen wir in Antwerpen. Erst gegen den späteren Nachmittag kommen wir im City Camping an. Den zu finden ist schon speziell. Nur über den Gehsteig, und durch ein Fahrverbot kommen wir auf den richtigen Weg. Aber wir finden den Campingplatz mit etwas Verspätung.

Die Fahrt von Holland, Hoorn war ja der letzte Ort, den wir besuchten, war schon etwas speziell. Wie findet man Rotterdam? Ganz einfach suche einen Ort, der völlig im Smog versteckt ist. Das dürfte dann Rotterdam sein. Fahre dann einfach mit etwa 20 kmh weiter durch den immens dichten Verkehr und durch den immens dicken Smog, dann findest du Antwerpen. Schifffahrt und Verkehr verstinken hier die ganze Gegend. Antwerpen hat eine bewegte Geschichte. Und auch die Stadt sieht eher bewegt aus. Tolle alte Häuser und schrecklich Neues, Antwerpen.

Vom Camping gelangen wir via gratis Fähre in die Altstadt. Zurück nach einem ausgedehnten Spaziergang und einem feinen Znacht geht es dann via Fussgängertunnel zurück zum Camping. Gerade mit den ersten Regentropfen kommen wir beim Camper an.

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So sieht ein verregneter Camper aus. Zum Glück haben wir nicht den kleinsten gekauft. So haben wir auch drinnen genug Platz. Hier an der Küste ist es recht frisch, vor allem wenn es regnet. Darum im Camper sitzen, S-Hit schreiben, lesen und immer heizen.

Fast langweilige Fahrt und ein schöner Abend

Wie schon angekündigt fängt es am Morgen an zu regnen. (Dienstag, 12.7.22) Und es soll am Mittwoch noch dicker kommen. Also fliehen wir unter dem Regen hindurch Richtung Westen nach Malbork oder Marienburg. Dort gibt es eine tolle Burg aus der Zeit der Kreuzritter.

Was können wir über die Fahrt berichten? Regen, Regen und ja Regen. Und dann noch ein Kaffeestopp. Aber der wird etwas besonderes. Edith organisiert Kaffee am Kaffeeautomaten ich verschwinde für kleine Buben. Als ich zurück komme treffe ich Edith und eine stämmige Dame die sich später als Nichtdame entpuppt. Es scheint mir, dass die Nichtlady gerade Edith eins runterhauen will. Also, als Gentleman stelle ich mich dazwischen. Das wird aber von der Nichtlady gar nicht goutiert und sie brüllt mich an. Dann schuppst sie mich ziemlich heftig. Gleich 2x. Und dann erzählt sie allen ich, wir hätten sie angegriffen. Nachdem niemand reagiert brüllt sie nach der Polizei. Wir setzen uns etwas weiter weg um den Kaffee zu trinken. Aber die Nichtlady lässt nicht locker und holt ihren grossen (vermutlich) Ehegatten. Er scheint ganz umgänglich. Ich frage ihn ob er Englisch spreche, was er verneint. In der Zwischenzeit wird die Nichtlady handgreiflich, will mit Stühlen nach uns schmeissen und beschimpft uns. Dank ihrem Ehemann können wir die Flucht ergreifen, werden nur von dem Gegeifer der Nichtlady verfolgt. Fazit doch eine interessante Autofahrt.

In Malbork finden wir einen Platz mit Sicht auf die Burg. Dort gehen wir auch zum Nachtessen. Ein tolles Nachtessen zu tollen Preisen. Von solchen Preisen können wir nur träumen in der Schweiz. Wir nehmen den Hinterausgang und landen direkt in der Burg, vorbei an der Kasse. Wir geniessen noch eine gute Stunde in der Burg. Morgen werden wir durch den offiziellen Eingang gehen und alles nach Bezahlung des Eintrittgeldes anschauen. Heute Abend war es ja nur ein Probeanschauen.

Noch wichtig, die Sonne scheint, der Himmel ist blau, als wir in Malbork ankommen.

Genau der richtige Tag

Am Morgen verlassen wir unseren einsamen Schlafplatz im Hinterland. Das bei Nieselregen. Wir finden Oulu. Aber wir finden nichts dort. Lust zum Suchen haben wir auch keine, noch immer Nieselregen. Also war ist das Beste bei Nieselregen? Autofahren. Eben, heute ist genau der richtige Tag zum Autofahren. Weiter Richtung Süden.

Wir fahren bei Nieselregen etwas über 300 km. 2 Stopps um etwas anzuschauen, aber die Vorhersagen aus dem Buch entpuppen sich als Nieten. Nieten bei Nieselregen, ein schönes Wortspiel. Immer meinen wir, dass wir aus dem Regen kommen, aber er folgt uns hartnäckig. Manchmal artet der Nieselregen auch in richtigen Schnürregen aus. Oft treffen wir auf Frontregen, wir mein ja dass wir dem Regen entkommen. Aber Regen bleibt Regen, den ganzen Tag.

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Dank Park4Night App findet Edith einen tollen Platz am Bottnischen Meerbusen. Das, 50 km Nördlich von Vaasa unserem nächsten Ziel. Oravais heisst der Ort in der Nähe. Wir haben den besten Platz, die Vorderreifen fast im Wasser. Das Dach hält den zur Zeit vorherrschenden Sprühregen ab. Ausser Sonne ist alles vorhanden, Aussicht, Meer, Parkplatz, Abwasserentsorgung, nur die versprochene Würstlibude ist zu. Edith kocht fein. Dann ein Drohnennflug und danach ein Spaziergang. Klar, Edith ist mit dem Schirm bewaffnet. Der ist aber Trocken, als wir wieder beim WoMo ankommen. Wir bewundern die Häuser hier. Für Schweizerverhältnisse fast alle Millionärsvillen. Zu jedem Haus gehören auch noch 2 – 3 oder gar mehr Nebenhäuschen. Sicher eine Sauna, eine grosszügige Garage, ein Häuschen für den Grümpel und ein Häuschen für die Kinder.

Während diese Zeilen entstehen haben sich die Wolken grösstenteils verzogen. Und die Sonne lacht uns entgegen. Tja wie immer, genau der richtige Tag.

Weiter gegen Süden. Wir finden eine Mumie.

Wir sind, sauber gewaschen, wieder auf der Strasse. So in etwa immer gegen Süden. Das nächste grosse Ziel, Helsinki. Wir haben da einen Campingplatz fast mitten in der Stadt gebucht. Am 25. Juni sollten wir dort einchecken.

Beim Fahren gibt es selten Highlights. Strassen sind Strassen. Und eine Atlantic Ocean Road gibt es nicht an jeder Ecke. Dafür finden wir eine alte Kirche aus dem Jahre 1521, Mikaelin Kirche in Keminmaa. Makaber: der damalige Pfarrer Nikolaus Rungius, bervor er 1629 das Geistliche segnete hat er angekündigt, dass sein Leichnam nicht verwesen werde wenn seine Verkündigungen der Wahrheit entsprechen. Er sieht tatsächlich noch gut aus. Und man erzählt sich, dass die Mumie auch Wunder verrichte. Er liegt im Boden und kann zugedeckt werden. Man sagt auch, wenn einem heiratswilligen der Trauzeuge fehle, Nikolaus Rungius könne da schon aushelfen.

Weiter , Strasse, Shopingcenter, Strasse. Dann in der Nähe von Oulu suchen wir ein Plätzchen zum Schlafen. Edith ist überrascht in welche Richtung ich unser WoMo steuere. Immer enger wird die Naturstrasse. Endlich, um die nächste Ecke ein See und ein kleiner Parkplatz. Dank Regen etwas durchweicht. Also möchte meine holde Begleiterin nicht hier bleiben. Wir dislozieren nicht weit und der Platz findet Anerkennung. Wetten dass uns hier niemand stört und dass wir ausser dass Summen der Mücken nichts hören werden. Kommentar von Edith zu meinem Geschreibsel, letzter Satz: auch Regentropfen.