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Ar Kegluer so kann ein CP auch heissen, vor allem in der Nähe von Roscoff

Der letzte CP nur 1 Nacht. Der neue, eben Ar Kegluer sicher mehrere. So ein richtig toller CP mit Aussicht und trotzdem Windgeschützt unser Platz. Und Wind hat es, das spürte man schon beim Fahren. Unser Ausblick über die ganze Bucht von Saint-Anne und auch zur gleichnamigen Insel. Nach der Ankunft nichts tun, dafür nach dem Znacht ein Marsch zur Insel, mit Inselrundgang. Nein die Bilder täuschen nicht, Saint-Anne ist nicht sehr gross.

Wir sind jetzt im Juni, aber wir werden wohl bald die Heizung anwerfen im WoMo. Das Wetter verspricht einiges an Regen, aber wenn es so regnet wie heute sind wir zufrieden. Nur wenige Tropfen nässten mein Haupt. Edith ist so schnell, kein Regentropfen kann sie je treffen.

Kerlouan, Brignogan-Plages

Wir sind etwas Ziellos, das Wetter schlägt wieder um. Zum Glück hat Edith einen Vorschlag: Meneham. Nun das ist eine sehr typisch Bretonische Siedlung mit Geschichte. Ganz kurz: von Leuten die niemand anders wollten aufgebaut. Von den Deutschen übernommen und alle vertrieben, nach 1945 wieder mit Bretonen besiedelt, irgendwann dann doch aufgegeben und jetzt eine Kulturstätte. Die Bilder erzählen nur wenig, obwohl schön.

Dann hier auf einem CP de la Côte des Légendes. Kaum den Camper abgestellt, fängt es an zu Regnen. Znacht im Camper und zwar etwas spezielles. Auf dem vorherigen CP des Abers bekamen wir 6 Crêpes geschenkt. Warum? Nun der Chefcrêpekoch hat in Polynesien gelebt. Und wir haben über gemeinsame Erlebnisse erzählt. Er hat auch in den Marquesas auf Atuona gelebt. So konnten wir über einzelne Gebäude plaudern. Das hat ihm so gut gefallen, dass er uns zum Abschied 6 Crêpes in den Camper legte.

Trotzdem, wieder einmal ein Halt, einkaufen und Geld bunkern. Wir bezahlen kleinere Beträge, > 100 Euro mit Cash. Denn jedes Kartenzücken kostet 1.50 Frankren. Auf dem einen Foto sieht man das Kaff und im Hintergrund unser WoMo an der Einkaufsmeile.

Die 6 Crêpes verschwinden auf dem CP im Magen mit einer tollen Pilzsauce. Jetzt, Magen gefüllt, Blick in den Regen und an S-Hit rumwerkelnd warten wir wie viel Regen der morgige Tag bringen wird.

Ein geübtes Auge sieht im Hintergrund unser WoMo. Es wartet damit wir Geld und Essen bunkern können. Ein typisches Dorf welches von uns nur zu diesem Zweck besucht wird. Keine schönen Häuser, nur eine Kirche und eben irgend so ein Laden zum Bunkern

Aber Wrac´h oder ein Wunsch geht in Erfüllung


Oft bin ich mit einer Mannschaft von St. Malô losgesegelt, immer mit dem Wunsch bis Aber Wrac´h zu segeln. Aber die waren alle nicht hart genug so weit zu segeln. Wären 24 Stunden in eine Richtung gewesen. Also blieb Aber Wrac´h ein Traum bis eben heute der 30. Mai 2026. Endlich bin ich hier. Und …. zwar nicht mit einer Yacht, aber immer hin mit meinem SUP zwischen den Felsen. Und klar ein Besuch im Hafen muss es auch sein. Nicht das Aber Wrac´h etwas wirklich einmaliges ist, aber es ist halt schon einmalig hier oben. Noch hält das Wetter, darum mach es auch Spass hier.


Bevor wir hier angekommen sind, machte Schlumpf noch einen Vorschlag: Saint Renant. Also noch ein Zwischenstopp, denn wenn man pro Tag nur so 60 – 80 km weit fährt, ist das ein Leichtes. Zeit haben wir ja immer im Überfluss.


Die Anfahrt zum Hafen von Aber Wrac´h ist sehr schwierig, auch für Ortskundige. Zwei Leuchtürme weisen den Weg. Tour-Tan-Enez Werc´h auf der Insel île Vierge. Überhaupt die Küsten der Bretagne sind ein äusserst schwieriges Revier. Es ranken sich auch Geschichten, dass in älteren Zeiten Bretonen ein Feuer entfacht haben um Schiffe an der falschen Stelle an die Küste zu locken. Die sind dann dort verunfallt und die Einwohner haben sich der Wracks bemächtigt und alles brauchbare weggetragen. Wahr oder nur eben Geschichten? Wer weiss?

Gelb festes Land, Weiss Wasser >10m Blau Wasser <10m Grün trocken fallend je nach tide. Die Karte zeigt niedrig Wasser. Es wäre eine spannende Einfahrt gewesen. Mit dem SUP ein Kinderspiel.

Nichts Spektakuläres, aber schön

Eigentlich nur änet dem Fluss von Conquet, also nicht sehr weit. Und Einkauf sozusagen zurück nach Conquet, über die Brücke.

Wir radeln jetzt alles nördlich von Conquet ab. Wie der Titel sagt, nichts Spektakuläres, aber schön. Ein paar wenige Bilder werdend das illustrieren.

Einer der breitesten Strände die wir je gesehen haben. Das nur weil das Meer sich bei Ebbe zurückzieht.

Lang und Breit, und all das fast ohne Leute. Haben die gegen 10 Mio gewählt? Nun bei den Wassertemperaturen kommt niemand freiwillig.

Frühstücksbaguet, immer über diese Brücke. Manchmal mit Hochwasser, manchmal Ebbe.

Ile Ouessant oder das Ende der Welt

Jetzt sind wir wirklich im Westen angekommen. Wir fuhren während etwas über 1. Stunde auf die westlichste Insel der Bretagne.

Die Hinfahrt hatte es in sich. Die Fähre bis auf den letzten Platz besetzt. Wir setzten uns zu Franzosen obwohl die meckerten. Sie besetzten zu dritt einen Platz für sechs. Jetzt waren wir zu fünft. Aufs Deck schaffte ich es nicht, so viele waren dort.

Auf der Insel war es dann ziemlich frisch, wir waren froh genug warmes mitgenommen zu haben. Um 12 Uhr bekamen wir dann direkt neben der Post unser Frühstück. Eigentlich wie im WoMo, 1 Baguette mit Butter und Konfitüre sowie Orangensaft und Kaffee. Fehlte nur der Käse. Warum neben der Post? 1 Minute nach 12, Post offiziell zu doch sie öffneten mir. Ich versprach wieder zu kommen um Timbres zu kaufen. Es wurde dann knapp mit dem Postoffice, wir kamen erst knapp vor 16 Uhr wieder zurück.

Was macht man auf einer kleinen Insel? Man fährt im Kreis. Gesehen haben wir einiges, sogar das Ende der Welt. Wir waren relativ früh am Fährsteg. Diesmal wollten wir einen guten Platz. Aber wir haben nicht mit den anderen Passagieren gerechnet. Von der anfänglich dritten Position waren wir bald auf die 30 zurückgefallen. Nun die wussten noch nicht wie gut ich schubsen kann wenn ich will. Wir bekamen den zweitbesten Platz auf dem Achterdeck. Der beste Platz ging an Deutsche.

Ouessant das Ende der Welt war dank Seenebel ein mystischer Besuch. Eben, wir radelten bis ans Ende der Welt. Am Schluss zeigte der Tacho 22 km, obwohl wir wohl jeden Weg abradelten. Leider war der westlichste Leuchtturm gesperrt wegen Restaurationsarbeiten. Aber jede Höhe kann man nicht erklimmen.

Die Fähre kommt. So klein für so viele Leute. Dann, im Nebel taucht Lampaul auf.

Wenn man diese zwei Bilder sieht, versteht man, dass die Leute glaubten, dass man da auf der

anderen Seite einfach runterfällt. Damals, als man das noch glaubte, weil man wusste, dass die Erde flach ist und dass sich die Sterne um die Erde drehen, damals wusste man was am Ende der Welt geschieht. Eben, man fällt runder.

Der verlorene nicht eingeplante Tag.

Verloren war er dann gar nicht, der nicht eingeplante Tag, aber easy. Wir radelten einfach so ein bisschen durch die Gegend und zweigten fast immer im richtigen Moment ab. So auch bei einem ganz speziellen Garten, Vaere’s Garden. Ein ziemlich älterer Herr arbeitete dort, das schon seit 20 Jahren. Und was er geschaffen hat ist schon eindrücklich.

Natürlich wieder einiges an Verteidigung wurde ebenfalls besucht. Und heute ging es ganz hinauf auf den Leuchtturm. Das um natürlich die Gegend von Oben zu begutachten. Und das kaputte Kloster wurde Säule für Säule genau begutachtet. Schon auch eindrücklich, nichts ging verloren und wurde in Bildern festgehalten. Was für ein schöner verlorener 26.5.26.

Endlich fast ganz im Westen: Westen Süden.

Ja jetzt haben wir es geschafft auf dem Kontinent, Frankreich ganz im Westen. Aber noch immer Bretagne. Gut, wir werden übermorgen noch Ile Ouessant besuchen, das liegt noch westlicher, ist aber, wie der Name schon sagt, eine Insel. Eigentlich hätte es Morgen Dienstag sein sollen. Aber alles war ausgebucht. Also übermorgen. Was machen mit dem „verlorenen“ nicht planmässig verlaufenden Tag? Dabei war doch Ile Ouessant gar nicht eingeplant. Ergab sich einfach so.

Wir wollten auf einen CP, aber der CP entpuppte sich als Ferienhäuschen CP. Also auf den nahe gelegenen Air de Camping oder wie wir sagen Stellplatz. Wir ergattern einen Platz mit schöner Aussicht auf das Meer. Das einzige kleine Problem – Wasser. Aber auch das werden wir lösen.

Da der Abend noch fern ist, wird das Rad heruntergenommen um die nähere Umgebung abzuklappern. Und um eben herauszufinden, dass Morgen keine Fähre für uns fährt. In einem Bretonischen Haus wird je eine süsse Crêpe verspiesen. Und es werden nebst Leuchttürmen, Alten Kloster auch Bunker besucht. Weiteres in Bildern.

Kriegskunst und andere Künste

Heute führen uns unsere Velos in den Norden. Ist es darum so frisch? Auf jeden Fall sind wir für unsere Verhältnisse schon früh unterwegs. Das alleine hat schon Seltenheitswert. Und was wir jetzt sehen und lernen werden gerade noch einmal. Also der Rad de Brest ist auch heute noch sehr vom Militär vereinnahmt. Westlich vom CP ist alles Sperrgebiet und Frankreich hat hier das Zuhause seiner nuklearen U-Boote. Selbst neutrale Schweizer stehen hier unter Beobachtung. Tatsächlich, kaum halten wir unser Bikes an und schauen uns eine militärische Absperrung an kommt ein Militärjeep, stoppt und man fragt uns was wir hier suchen.

Im Vorherigen Bericht hat es eine Karte, die den Rad de Brest zeigt. Und schon immer mussten diese Gewässer verteidigt werden gegen die Anderen. Eben, dieser Macker Vauban hat da all die Verteidigungsanlagen gebaut. Und unsere Velos und wir haben nun einige aufgesucht. Die Einen sind noch recht lange in Gebrauch gewesen, auch nach dem II Weltkrieg. Und eben jetzt A-Bomben U-Boote. Nebst der Landschaft die wirklich toll ist haben wir einige der Verteidigungsanlagen besucht. Velo-Km hat es nicht viele gegeben. Aber all die Verteidigungsanlagen zu Fuss aufsuchen hat dann doch einige KM und Höhenmeter gegeben. Was uns hier verblüfft ist die Natur. Wenn man sich vorstellt wie die Schweiz aussehen würde, wenn man wie hier nichts macht, einfach wachsen lassen.

Die Fahrradtour war nicht überwältigend, etwa 40 km. Aber die Tagesleistung erbrachten wir zu Fuss. Das läpperte sich nebst Höhenmeter auch in Km zusammen, sicher über 10. Denn einige Wege waren für das Bike nicht so geeignet, vor allem Schlumpf ziert sich wenn sie Steine oder Wurzeln sieht. Obwohl, ich suche manchmal Wege aus die ich halt nicht kenne. Und so wird das Hirn manchmal durchgeschüttelt.

Hier sind ja die Hinkelsteine von Obelix entstanden. Wir besuchen eine ObelixHinkelsteinFabrik

Natürlich darf auch ein Sonnenuntergang nicht fehlen. In unserem Blog gibt es ja kaum welche

Strände gibt es hier wie Sand am Meer. Aber überall ist das Wasser gleich kalt, 12°

Wenn man so etwas sehen will muss man zu Fuss gegen. Gut so, denn hier hat es keine Leute mehr.

Bei dem Bild ist der Parkplatz gleich nebenan, als hat es viele Leute

Hier muss man schon weiter zu Fuss laufen, oder wie in unserem Fall mit dem Bike über Wurzeln, Steine und Löcher fahren.

Für uns gemacht, Velobunker

Der Beweis, dass wir da waren.

Zum Abschluss noch einmal eine Bunkeranlage, ja genau so viele wie Sand am Meer

Und auch zum Schluss noch einmal üppige Natur.

Presqu´il Crozon die richtige Bretagne


So wie der Titel es sagt, wird es hier versprochen. Also lassen wir uns überraschen und erzählen dann. Schon der CP selber, Plage de Trez Rouz, sieht gut aus. Rouz ist Bretonisch und heisst rot. Trez Rouz heisst also roter Strand. Das Bild kannst du selber beurteilen.


Das Bild entstand am ersten Abend hier auf einem kleinen Spaziergang. Wir sehen nichts rotes, aber wir verstehen auch kein Bretonisch. Interessant ist, dass fast jedes Mal wenn wir am Meer sind ist es weg. Muss wohl daran liegen, dass die hier keine Touristen in der Nähe vom Meer wollen.

Am nächsten Tag endlich das Wetter auf welches wir schon lange warten. Also waschen. Und ich versuche den Wasserhahn im Bad zu ersetzen. Beides dauert. Nur, Edith macht ihren Job besser, die Wäsche wird gewaschen und getrocknet. Ich baue alles wieder zusammen, der alte Hahn ist noch drin.

Aus purer Gewohnheit packen wir warme Sachen ein für unsere Nachmittagsbiketour. Wir sind völlig Overdressed, sprich zu warm angezogen. Aber wir erleben auf unserer kurzen Biketour ins nahe Camaret einiges schönes. Vor allem der Tour de Vauban hat es uns angetan. Er wurde von eben dem Herr Vauban konstruiert und verteidigte viele Jahrzente die Rad de Brest auf der südlichen Seite. Einige schöne Details von der damaligen Kriegskunst in Bildern.

Camaret sur Mer ist die «grösste» Stadt hier auf Preque île Crozon. Hier ein Blick über Downtown.

Auf der anderen Seite vom Hafen der Tour Vauban. Wir erzählen noch mehr darüber

Bevor man den Tour Vauban besuchen kann muss man an diesem Schrott vorbei. So endet das Leben eines einst stolzen kleinen KüMo

Aber jetzt Tour de Vauban – ein Besuch steht an.

Vauban ist so ein Typ der hier in der Gegend alle Verteidigungsanlagen geplant und gebaut hat.

Hier die Karte von der Presque île Crozon und dem Rad de Brest.

Dienstag der 19. Mai 2026


Hätte Freitag der 13. sein können. Also das Frühstück in Brest am Strand versprach ein toller Tag zu werden. Auch die Aussicht auf das Meer war ereignisreich und es regnete zuerst nicht einmal.


Auch das Wegfahren war noch OK. Aber dann ging es los, wir wollten den Gastank füllen. 1. Station kaputt. 2. Station kein LPG. 3. Station kaputt. 4. Station, es war in der Zwischenzeit 12 Uhr, die Madam schloss die Kasse „desolé midi“. Dann endlich die 5. hatte Gas. Auf dem ganzen Weg Regen. Und wir haben uns mehrmals verfahren. Eben fast Freitag der 13.

Hier angekommen in Concarneau fanden wir den CP sofort. Und wir konnten auch den Platz frei wählen. Bald hatten wir einen Nachbar, äusserst nett. Der Abendspaziergang auf dem windigen Küstenweg freute uns, liess uns aber vor Kälte fast erstarren. Zum Glück haben wir eine tolle Gasheizung mit immer genug Gas, so erreichen wir schnell 24° im Innern und werden aufgetaut.

Der nächste Tag bringt ein toller Spaziergang in der Sonne den besagten Weg entlang zur Bac. Die bringt uns in nur 5 Minuten über den Kanal zum Chateau Concarneau. Eigentlich kein Chateau, mehr eine ummauerte Stadt mit Wehrtürmen.

Einmal die Strasse rauf, zurück die Andere. Jetzt hat man alles gesehen und es ist wirklich malerisch.

Wir finden, oh Wunder, ein Restaurant welches duchgehend Essen serviert. Also geniessen wir beide Mulles a la Bretonne. Das sind Muscheln mit Kandierten Äpfel, tolle Buttersauce, sowie die übliche Rahmsauce. Wir waren voll. Also geht es den weiten Weg rund um die Hafenanlage zurück zum Küstenweg und schlussendlich zum CP.

Hier wird der Tag abgerundet mit einem Gespräch und einem Glas Uso mit unserem sympathischen Nachbarn Ralph.

Trozdem, am nächsten Morgen geht es weiter. Es soll diesmal so richtig untouristisch auf einer Halbinsel sein, dafür sehr Bretonisch. Mal sehen.